Kunstausstellung'Waldstücke'Galerie Marlies Hanstein zeigt neue Zeichnungen von Georg Thumbach16. Januar bis 1.Februar 2009täglich von 12.00 bis 20.00 Uhr
Georg Thumbach1972 geboren in Landshut Ausstellungen der letzten Jahre (Auswahl) 2004 "Von Grund auf", Galerie Pfaff & Partner, Schwarzenbruck
" Das Klischee vom Förstersohn, der in den Wald geht, um die Bäume zu zeichnen, wollte er eigentlich vermeiden. Aber dann merkte Georg Thumbach, dass der Drang zur Natur stärker war als er selbst. Seitdem zieht es den gebürtigen Niederbayern ins Unterholz, wo er seine ganz spezielle Art der Pleinair-Malerei betreibt: In mehrstündiger Arbeit an der Staffeleiplatte bannt er Stämme, Blattwerk und Zweige auf Papier. "Haptisches Sehen" nennt der 1972 in Landshut geborene Zeichner diese mitunter recht schweißtreibenden Aktionen. Dem flüchtigen Betrachter mögen die dabei entstandenen großformatigen Fichtenwald-Variationen als Abbild der Natur erscheinen. Doch je länger man in das Chaos aus Ästen und Zweigen schaut, desto größer wird die Verunsicherung. Bei Thumbach gibt es nämlich weder Waldesruh noch Idylle - in harten Kontrasten verdichten sich Licht und Schatten zu einem undurchdringlichen, ja bedrohlichen Geflecht. Nicht zufällig hat der Absolvent der Münchner Kunstakademie als sein Medium die Holzkohle (die selbst einmal Baum war) gewählt. Der Verzicht auf Farbe helfe ihm, "das Wesentliche eines Motivs zu erfassen", sagt er. Es braucht eine Weile, bis man eine eigene Regelmäßigkeit in der Wildnis erkennt, doch dann kann das organische Durcheinander geradezu aufgeräumt wirken. Wobei offenbleibt, ob nicht aus dem aus AD Architectural Digest, Ausgabe Oktober 2008
aus FAZ, 24. Januar 2008, S. 40
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